Virtual Reality Köln:
360 Grad Tour in die Vergangenheit

Wir sind zurück in der Gegenwart: Überall wo man hinsieht, blicken Menschen auf Displays – ob auf Fernseher, Computer, Tablets oder Smartphones. Eine neue Technologie schickt sich an, virtuelle Welten neu zu definieren – sie nennt sich Virtual Reality. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts überrascht den Kölner Bürger bereits der Anblick von Automobilen und der „Elektrischen” auf den Straßen. Was hätte er wohl über eine Erfindung wie die Virtual Reality Brille gesagt?

Was ist Virtual Reality (VR)?

Virtual Reality (VR), im Deutschen auch „virtuelle Realität“, bezeichnet im Bereich der multimedialen Unterhaltungstechnik die Darstellung einer computergenerierten 360-Grad-Ansicht. So wird dem Gehirn eine künstliche Welt als Realität simuliert, die über Kopf- oder Handbewegungen sowie Sprache gesteuert werden kann. 

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Mit der Virtual Reality Brille durch virtuelle Welten

Haben zuvor die “Monitor-Medien” erlaubt, Geschichte zu erzählen, versetzt die Virtual Reality Brille den Betrachter unmittelbar in die Szenerie. Nicht länger bestimmt das Medium die Blickrichtung und das Sehen, wie etwa bei der Kinematografie. Dank der VR-Brille befinden wir uns selbst mitten im virtuellen Raum. In Ihm können wir unseren Blick um 360 Grad in jede Richtung schweifen lassen. Die virtuelle Umgebung ist auf das Sichtfeld der Datenbrille beschränkt.

Sensoren im realen Raum erfassen die exakte Position und Blickrichtung des Nutzers. Dabei übertragen sie die Bewegungen des Nutzers realitätsgetreu in die virtuelle Umgebung. Der Zuschauer hat den Eindruck, tatsächlich mit Haut und Haar im virtuellen Raum zu sein. Zusätzliche Technologien wie 3D-Sound, Vibrationen, Windgeneratoren, Bewegungs- und Duftsimulatoren oder speziell auf die VR-Erfahrung abgestimmte Show-Rooms können dieses Gefühl der Immersion (lat. von „immersere“ = eintauchen) massiv verstärken.

Mit der VR-Brille lassen sich virtuelle Realitäten erleben.

Virtuelle Welten und ihre technologische Entwicklung

Die stereoskopische Fotografie, der Kinematograf, das Fernsehen oder der Personal Computer (PC) – Virtual Reality reiht sich mühelos in diese Liste bedeutender technischer Weiterentwicklungen ein, die unsere Perspektive erweitert haben. Plötzlich schaut man nicht mehr nur zu, sondern ist mittendrin; kann nicht nur Zeuge, sondern Teil der Welt werden, die einen umgibt.

Die theoretischen Ursprünge einer virtuellen, nicht wirklichen Realität reichen bis in die Antike zurück. Die Faszination für das Thema lässt sich nicht zuletzt durch die mannigfaltige Verarbeitung in Romanen und Filmen ablesen. Die technische Grundlage wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelegt. Mitte des Jahrhunderts forschten Entwickler an einem multisensorischen, immersiven Erlebnis als Erweiterung des Effektspektrums vom Kinofilm. Eine nennenswerte Erfindung dieser Zeit war z.B. das mechanische, alle Sinne ansprechende Sensorama. In den 60er Jahren gab es erste virtuelle Brillen, die ein rudimentäres Gefühl von virtueller Realität simulierten. Diese waren aber noch so schwer, dass sie an der Decke befestigt werden mussten.

In den 1990er Jahren entdeckten Spielehersteller den Markt. Unter anderem entwickeln Sega und Nintendo VR-Apparate. In San Francisco entsteht sogar ein VR-Gamecenter mit verschiedenen technischen Anwendungen. Doch der Erfolg auf dem Markt bleibt aus. Erst 2012 gelang es den Spiele-Entwicklern Palmer Luckey und John Carmack aus einer selbstgebastelten Brille die Oculus Rift zu entwickeln. Damit verhalf er dem Thema "Virtual Reality" damit wieder zu neuem Schwung. Seit dem Einstieg einiger namhafter Unternehmen in den VR-Markt nimmt die technische Weiterentwicklung (insbesondere hinsichtlich Auflösung und Detailtiefe der Bilder) richtig Fahrt auf. Zusätzlich wurden millionenschweren Kickstarter-Kampagnen von der weltweit stetig wachsenden Fangemeinde unterstützt. Ein Blick in die Zukunft bleibt auch TimeRide VR verwehrt, aber eines ist gewiss: Virtual Reality und die Simulation realer Welten sind schon jetzt nicht mehr wegzudenken!

Die Virtual Reality Tour durch das alte Köln bei TimeRide

Bei TimeRide hast Du als Besucher vor Ort die Möglichkeit, die Technologie zu testen - und zwar bei einer Virtual Reality Tour durch das alte Köln um 1910. Für eine realitätsnahe Wahrnehmung sitzt Du als Zuschauer in einer Bahn. Diese ist angelehnt an die erste elektrische Straßenbahn, die zur damaligen Zeit in der Kölner Altstadt gefahren ist. 

Während der virtuellen Tour öffnet sich Dir ein weitreichender Panoramablick: Über 600 originalgetreu rekonstruierte Häuserfassaden und ca. 3.000 animierte Figuren bevölkern die gesamte historische Szenerie. Du kannst Dich in Ruhe in alle Richtungen umschauen, es gibt einiges zu entdecken und zu erleben!

Fast real: Bei TimeRide erkundest Du das virtuelle Köln als Passagier in einer Straßenbahn.

Die Fahrt dauer circa 15 Minuten. Kaum in die TimeRide-Straßenbahn eingestiegen und die VR-Brille aufgesetzt, rattert sie in der virtuellen Welt am Rhein entlang. Eine frische Brise weht um die Nase – so muss sich Straßenbahnfahren zu Beginn des 20. Jahrhunderts angefühlt haben! Nachdem die Bahnfahrt ungefähr dort wo heute das Kölner Schokoladenmuseum steht gestartet ist, fährt sie langsam auf die Kölner Dombrücke zu, die gerade im Umbau zur Hohenzollernbrücke ist. Dann führt die Virtual Reality Tour am Kölner Dom vorbei zum Alter Markt. Hier kannst Du das Markttreiben von damals und die Interaktion der Menschen beobachten.

Während Deiner Virtual Reality Tour werden beinahe alle Deine Sinnesebenen angesprochen, sodass du komplett in die damalige Welt abtauchen kannst. Das willst du mit eigenen Augen sehen? Dann wähle gleich Deinen Wunschtermin im TimeRide Kalender aus. Egal, ob Du geschichtsinteressiert bist oder die VR-Technik ausprobieren möchtest. Egal, ob du 6 oder 85 Jahre jung bist. Das TimeRide Erlebnis wird dich begeistern! 

Dein Besuch bei TimeRide ist schon geplant? Dann informiere Dich über unsere anderen beiden Stationen: Das Kaiserpanorma und das Kinema. Dich erwarten viele visuelle Eindrücke über das historische Köln zur Kaiserszeit!

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